Category: Ubuntu

yaVDR – Festplattenrekorder/-receiver

TV-SAT-Receiver auf Basis yaVDR

Es ist mal wieder soweit: Ich darf basteln!

Dieses Mal wollte ich einen auf Ubuntu basierenden Festplatten-Rekorder aufbauen:

Hardware

Mit diesen Komponenten habe ich den Rechner aufgebaut:

  • PC ITX Gehäuse JCP MI-101 MI101, spiegelfront, schwarz, incl. 250Watt Netzteil (59,90 €)
  • X10 Fernbedienung (Pollin) 2002 9725, inkl. USB Receiver (2,71 €)
  • ASUS AT5IONT-I, 1.8 GHZ Dual Core D525 (107,50 € + 5,90 € Versand)
  • TBS 6981 – PCI-E DVB-S2 Dual Tuner Card (72 € + 4,90€ Versand)
  • internes USB-Modul (Amazon): IU01 – Systembus-Erweiterung (17,29 €)
  • WD Caviar Green 1TB WD10EACS SATA II
    WD10EACS 1TB Platte (kostet aktuell ca. 69,28 €, hatte ich aber noch liegen)
  • BlueRay-DVD-Brenner: Pioneer-Blu-ray-Brenner-SATA-Bulk-BDR207DBK (75,59 €)
  • 2 Speichermodule: KINGSTON-2GB-SO-DIMM-DDR3-1333MHZ (2 x 14,24€=28,48€)

Die SATA-Kabel vom Netzteil sind leider zu kurz bzw. die Stecker haben nicht genügend Abstand, daher musste ich mir mit diversen Adaptern und Verlängerungen behelfen.

Das Mainboard hat leider nur eine Anschlussmöglichkeit für einen USB Pfostenstecker, daher habe ich mir für den Anschluss der X10-FB mit dem internen USB Hub beholfen. Der Hub ist 1a aufbebaut. Man bekommt ein mit doppelseitigem Klebeband und Klettverschluss ausgestattetes Pad, so dass das Board dann überall befestigt werden kann.

Die Version yavdr64 0.5.0-alpha1 habe ich von http://www.yavdr.org/download/ geladen und installiert.

Nach der Basisinstallation sind erst mal nur 3 Kanäle aktiv, die jedoch nicht die TV-Kanäle vom SAT-Kabel darstellen sondern lediglich Internet-Streams sind. Die TBS Karte funktioniert so erst mal nicht.

Treiber-Installation für TBS6981

Daher mit putty in die Konsole einloggen (ssh-Zugang) mittels vorher bei der Installation gesetztem Benutzernamen + PW.

Es empfiehlt sich hier zunächst diverse Pakete nachzuinstallieren:

sudo apt-get install ftp
sudo apt-get install unzip
sudo apt-get install emacs
(<=== was sonst!)

Die Treiber für die SAT-Karte TBS6981 lade ich von http://www.tbsdtv.com/download/.

Die zuvor heruntergeladenen Treiber müssen also irgendwie auf den Rechner (deshalb bei mir ftp, es geht aber auch über wget …).

Die TBS-Treiber nun entpacken und installieren. Dabei dran denken, dass unter ubuntu alles mit „sudo“ gestartet werden muss.

Die Treiber selbst werden zunächst entpackt. Dann nochmals das Paket linux-tbs-drivers.tar.bz2 entpacken und dann ins Verzeichnis linux-tbs-drivers wechseln. Danach dann (auf meinem X64-System): sudo v4l/tbs-x86_64.sh aufrufen. Die Treiber sind dann bereits zum Compilieren. Danach mit sudo make alles compilieren. und mittels „sudo make install“ alles installieren. ACHTUNG! „sudo make install“ gibt eine Fehlermeldungm, wenn nicht vorher „sudo make“ ausgeführt wurde!! Danach den Rechner neu starten!

Hinweis: Das Compilieren geht beim DualCore wesentlich schneller, wenn man „make -j2“ an Stelle von „make“ verwendet, da gleichzeitig zwei Objects compiliert werden können …

Kanäle einstellen

Zunächst schaltet man sich auf den Web-Frontend drauf:

http://IP-Adresse-des-Receivers/

reicht dafür. Man wechselt ins yaVDR Web Configuration Frontend und schaltet auf „Einstellungen – Kanäle“.

Dort lassen sich aus der Auswahlliste für den richtigen Satelliten Kanäle markieren und mittels rechter Maustaste hinzufügen.

Nun sollte zumindest mal ein richtiges Fernsehprogramm laufen. Die drei ersten Kanäle habe ich bei mir gleich rausgeschmissen, die brauche ich ja nicht mehr.

Zunächst einmal laufen die HD_Kanäle aber nur pixelhaft und mit viel Störungen. Erst nachdem ich im VDR Live (Benutzername/Passwort admin/live) auf einen Nicht-HD Kanal umgestellt hatte liefen danach auch alle HD-Kanäle einwandfrei. Ist event. ein Problem der TBS-Karte oder -Treiber.

 

X10 Fernbedienung (USB)

Die Funk-Fernbedienung von Pollin (USB) muss sich in der Konsole schon mal melden, wenn man „lsusb“ aufruft.

Bus 001 Device 005: ID 0bc7:0006 X10 Wireless Technology, Inc. Wireless Transceiver (ACPI-compliant)

Die Seite hier erklärt, warum die X10 erst mal nicht funktionieren könnte. Sicher stellen, dass die Keycodes einigermaßen stimmen.

Zunächst einmal testen wir, ob überhaupt Events für die X10 zur Verfügung stehen.
Dazu mittels sudo apt-get install evtest das Paket „evtest“ nach installieren.

sudo evtest gibt eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden event devices:

/dev/input/event4:      X10 WTI RF receiver

Ich wähle das richtige Device aus und erhalte eine Liste der Keycodes.

Hilfreich war dieser Eintrag im VDR Portal: *klick*

Die neueren Versionen von yaVDR verwenden Events für die Fernbedienung. Daher muss in meinem Falle eine Datei mit dem Namen: /etc/eventlircd/03_0bc7_0006.evmap generiert werden mit den KeyCodes der obigen URL.

Danch den EventLiRC neu starten:

sudo eventlircd stop
sudo eventlircd start

Zwischenzeitlich hatte ich noch alles upgedated:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Ich musste den Rechner einmal komplett neu starten, danach ging dann alles, einschließlich Fernbedienung!

 

 

 

 

 

Ubuntu 9.04 – Betriebserfahrungen – Notizen

Ubuntu 9.04

Installation

Die Installation von Ubuntu 9.04 verlief problemlos bis auf die etwas kompliziertere Setup bedingt durch mein BIOS Raid System (auch FakeRAID genannt). Die Anleitung hier hat mir dabei sehr geholfen. Selbst der GRUB bootloader hat danach problemlos Vista & Ubuntu parallel booten können.

Gute Antworten findet man im deutschen Ubuntu Wiki.

Root Access

Ich war es bisher gewöhnt, dass ich mich mittels xterm -e ssh -l root einloggen kann. Das geht jedoch nicht per default. Für grafische Applikationen sollte man gksudo bzw. kdesudo verwenden und für einfache Kommandozeilenanwendungen sudo.

Wer es dennoch nach altem Schema haben möchte kann dazu ssh so konfigurieren, dass externe Verbindungen und logins (auch über KDM) möglich sind:

  1. Root Passwort einrichten
    sudo passwd root
  2. lsh-server deinstallieren
    per default ist auf Ubuntu der lsh-server installiert, diesen de-installieren:
    sudo apt-get remove lsh-server
    Danach sollte man die dependencies entsprechend mit entfernen:
    sudo apt-get autoremove
  3. OpenSSH Server nachinstallieren
    sudo apt-get install openssh-server
  4. Root Login ermöglichen in /etc/ssh/sshd_config
    In der /etc/ssh/sshd_config prüfen ob folgende Zeilen aktiv sind: Die Default-Einstellungen waren bei mir:
    LoginGraceTime 120
    PermitRootLogin yes
    StrictModes yes
    UsePAM yes

    Durch den letzten Eintrag findet man dann weitere Konfigurationsmöglichkeiten unter /etc/pam.d/sshd.
  5. Konsolen hinzufügen für root login
    In /etc/pam.d/sshd gibt es einen Moduleintrag für securetty. In der Datei /etc/securetty werden die Terminals angegeben, die in /etc/pam.d/login dann über das Modul pam_securetty.so für root logins freigegeben. Dazu zählen dann die remote Konsolen nicht dazu (z.B.: /dev/pts/3). Abhilfe und letzten Endes auch die Lösung schafft dann der Eintrag der pts Terminals:
    pts/0
    pts/1
    pts/2
    pts/3
    pts/4
    pts/5
    pts/6
    pts/7
    pts/8
    pts/9
    pts/10
    pts/11
  6. root login NUR vom lokalen Netz aus zulassen
    Um z.B. nur Zugang von speziellen IP Adressen zu haben lohnt es sich die Angaben in dieser Anleitung durchzulesen. Dazu die Datei /etc/pam.d/sshd editieren und die Zeile
    account  required     pam_access.so
    aktivieren. Danach dann folgende Zeilen in der /etc/security/access.conf hinzufügen:
    + : root : 192.168.NETNUMBER.0/24
    + : root : 127.0.0.1
    Vorsicht: Die Datei hat nach Speichern sofortige Wirkung!

Automounter

Mein Giga Dual NAS System bietet einen NFS Server. Die Datei /etc/exports hatte ich auf dem NAS-System um folgenden Eintrag erweitert:
/mnt/md1/MYSHARE 192.168.NETNUMBER.COMPUTERNUMBER/255.255.255.0(rw,root_squash)
 

Mittels sudo apt-get install autofs wurden die Automounter Dateien auf dem Ubuntu System nachinstalliert. Mittels folgenden Einträgen und dieser Hilfe konnte ich dann mein System so aufsetzen, dass ich zukünftig alle shares auf meinem NAS System problemlos über den Pfad /net/NASNAME/MYSHARE erreichen kann und dabei die NFS mounts automatisch erfolgen. Das funktioniert perfekt!!

# /etc/auto.master
/net /etc/auto.net

# /etc/auto.net
*      -fstype=autofs,-Dhost=&     file:/etc/auto.NASdir

# /etc/auto.NASdir
*                          ${host}:/mnt/md1/&

Dabei liegen die shares auf dem NAS System alle unter dem RAID Volume /mnt/md1.

Nützliche Links

[1] Vor- und Nachteile beim Arbeiten mit sudo
[2] Eine Übersicht über die Konfigurationsmöglichkeiten von ssh
[3] Wie funktioniert ssh und wie passt man es an?
[4] Konfiguration + Testen von ssh
[5] NFS unter Ubuntu 9.04 nutzen

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